Farmerei und Tierschutz- geht das?

Ihr fragt Euch vielleicht, wie bei so großen Weiden für die Farmrinder noch genug Platz für die wildlebenden, teils seltenen Tierarten übrig bleiben kann?

Was bleibt Gepard, Kuduantilope und Oryx, wenn Farmen offenbar so viel Platz einnehmen?

Tatsächlich profitiert die natürliche Fauna in verschiedener Hinsicht von der Farmerei und das kommt so:

Die natürliche Grasavanne Namibias verbuscht in den letzten Jahren zunehmend. Grund dafür ist unter anderem der Klimawandel aber auch, das Ausbleiben von regelmäßigen Buschfeuern, die durch menschliche Kontrolle verhindert werden.

Die Verbuschung hat verhängnisvolle Folgen für die Tiere, die an die offene Graslandschaft angepasst sind. Wo Busch wächst, wächst wengier Gras und das Dickicht ist schier undurchdringlich. So kann der Sichtjäger Gepard dort nicht mehr jagen und die großen pflanzenfressenden Antilopen finden nicht mehr genug Nahrung.

Die Rinderfarmer kämpfen gegen die Verbuschung des Landes und für den Erhalt der Grassavanne. Vielerorts wird händisch der Busch „gekappt“, also mühsam mit Macheten entfernt, um die wertvollen einzeln stehenden Kameldornbäume und andere Großgehölze zu bewahren. Andere Farmer schieben mit Bulldozern den ungewünschten „Eindringerbusch“ zur Seite. Diese Maßnahmen kosten viel Zeit, Geld und Kraft. Aber es lohnt sich! Schon in der folgenden Regenzeit regeneriert sich das Gras und die Wildtiere holen sich ihre Reviere zurück. Da für die Rinder Zäune benutzt werden, den die Wildtiere unterlaufen oder überspringen können, behindern die Farmen nicht den natürlichen Wildwechsel.

Dass grasfressende Antilopen eine Konkurrenz für die grasenden Rinder darstellen, wird dabei hingenommen. Da alle Namibier auch passionierte Jäger sind, sind die Wildbestände erwünschte und schützenswerte Mitesser auf den Farmweiden.

So kommt es, dass die Rinderfarmerei einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung und zum Landschaftsschutz leistet- eine echte Win-Win-Situation also!

Kategorien: Rindfleisch aus Namibia - die Story dahinter

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